Zinsentwicklung 2026/2026: Prognosen und Strategien für Bauherren

    Finanzierung
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    Aktuelle Zinsentwicklung und Expertenprognosen für 2024/2025. Optimaler Finanzierungszeitpunkt und Strategien für steigende Zinsen.

    10 Min. Lesezeit
    19.9.2025

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aktuelle Zinsen (Dezember 2025): Die Zinsen für 10-jährige Baufinanzierungen bewegen sich stabil zwischen 3,3% und 3,6%.
    • Prognose 2026: Experten erwarten eine Seitwärtsbewegung mit leichter Aufwärtstendenz. Die Zinsspanne für 10-jährige Darlehen wird zwischen 3,1% und 3,7% prognostiziert.
    • Keine großen Sprünge: Ein dramatischer Zinsanstieg oder -verfall ist für 2026 unwahrscheinlich. Das Warten auf deutlich niedrigere Zinsen lohnt sich nicht.
    • Strategie ist entscheidend: Mit der richtigen Herangehensweise können Sie Ihren persönlichen Zinssatz um bis zu 0,4 Prozentpunkte senken.

    Einleitung: Bauzinsen im Fokus der Immobilienfinanzierung

    Der Traum von den eigenen vier Wänden steht und fällt oft mit einer einzigen, entscheidenden Frage: Wie entwickeln sich die Bauzinsen? Nach den turbulenten Zinssteigerungen der vergangenen Jahre hat sich der Markt Ende 2025 merklich beruhigt. Doch was bedeutet das für angehende Immobilienkäufer und Bauherren?

    In diesem umfassenden Ratgeber analysieren wir die aktuelle Zinslandschaft, wagen eine fundierte Prognose für das Jahr 2026 und geben Ihnen wertvolle Strategien an die Hand, um Ihre Baufinanzierung optimal zu gestalten. Mit fundierten Informationen, aktuellen Zahlen und praktischen Beispielen helfen wir Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihre finanzielle Zukunft zu treffen.


    Zuletzt aktualisiert: Dezember 2025

    Autor: Redaktion WohnWert24 | Finanzierungsexperten mit langjähriger Erfahrung


    Teil 1: Die aktuelle Zinslage im Dezember 2025

    Nach einer Phase der Unsicherheit hat sich der Bauzinsmarkt im vierten Quartal 2025 stabilisiert. Die Zinsen für eine 10-jährige Sollzinsbindung pendeln sich in einem relativ schmalen Korridor ein, was für Käufer eine deutlich bessere Planbarkeit bedeutet als noch vor einem Jahr.

    1.1 Aktuelle Zinssätze im Überblick

    Eine Auswertung aktueller Marktdaten von führenden Finanzierungsvermittlern zeichnet ein klares Bild:

    Zinsbindung Durchschnittszins (Dezember 2025) Spanne Anmerkung
    5 Jahre 3,0% - 3,3% 0,3% Für kurzfristige Planung
    10 Jahre 3,3% - 3,6% 0,3% Meistgewählte Variante
    15 Jahre 3,5% - 3,8% 0,3% Mehr Planungssicherheit
    20 Jahre 3,7% - 4,0% 0,3% Maximale Sicherheit
    25 Jahre 3,9% - 4,2% 0,3% Für Vollabsicherung

    Quelle: Dr. Klein, Finanztip, Biallo (Stand: Dezember 2025)

    Wichtig: Diese Zinssätze gelten für Kreditnehmer mit sehr guter Bonität und einem Beleihungsauslauf von maximal 60-80%. Individuelle Faktoren können den Zinssatz deutlich beeinflussen.

    1.2 Faktoren, die Ihren persönlichen Zinssatz beeinflussen

    Nicht jeder erhält den beworbenen Top-Zins. Folgende Faktoren bestimmen Ihren individuellen Zinssatz:

    1. Beleihungsauslauf (Loan-to-Value, LTV)

    Der Beleihungsauslauf beschreibt das Verhältnis zwischen Kreditbetrag und Immobilienwert:

    Beleihungsauslauf Zinssatz (Beispiel) Zinsaufschlag
    Bis 60% 3,3% -
    60-80% 3,5% +0,2%
    80-90% 3,8% +0,5%
    90-100% 4,2% +0,9%
    Über 100% (Vollfinanzierung) 4,5%+ +1,2%+

    Tipp: Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto günstiger wird Ihr Zinssatz. 20-30% Eigenkapital sind ideal.

    2. Bonität und SCHUFA-Score

    • Sehr gute Bonität (SCHUFA 97-100%): Top-Konditionen
    • Gute Bonität (SCHUFA 90-96%): Leichter Zinsaufschlag (+0,1-0,3%)
    • Mittlere Bonität (SCHUFA 80-89%): Deutlicher Zinsaufschlag (+0,3-0,7%)
    • Schlechte Bonität (unter 80%): Finanzierung schwierig oder nur mit hohen Aufschlägen

    3. Immobilienart und -lage

    • Eigengenutzte Wohnung/Haus in Top-Lage: Beste Konditionen
    • Vermietete Immobilie: Leichter Aufschlag (+0,1-0,2%)
    • Immobilie in strukturschwacher Region: Aufschlag (+0,2-0,4%)
    • Sanierungsbedürftige Immobilie: Deutlicher Aufschlag (+0,3-0,6%)

    4. Einkommen und Beschäftigungsverhältnis

    • Unbefristeter Vertrag, Beamter: Beste Konditionen
    • Befristeter Vertrag: Leichter Aufschlag
    • Selbstständig (mit 3+ Jahren positiven Bilanzen): Aufschlag (+0,1-0,3%)
    • Probezeit: Finanzierung schwierig

    1.3 Historischer Vergleich: Wo stehen wir heute?

    Um die aktuellen Zinsen einzuordnen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit:

    Zeitraum Durchschnittszins (10 Jahre) Marktlage
    2010-2015 3,5% - 4,5% Vor der Niedrigzinsphase
    2016-2021 0,7% - 1,5% Historisches Zinstief
    2022 1,0% → 4,0% Drastischer Anstieg
    2023 3,5% - 4,5% Hochzinsphase
    2024 3,2% - 4,0% Leichte Entspannung
    Dezember 2025 3,3% - 3,6% Stabilisierung

    Fazit: Die aktuellen Zinsen liegen zwar deutlich über dem historischen Tief von 2020/2021, sind aber im langfristigen Vergleich immer noch moderat und finanzierbar.

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    Teil 2: Zinsprognose für 2026 – Was erwartet uns?

    Die führenden Experten sind sich weitgehend einig: Das Jahr 2026 wird keine dramatischen Zinssprünge bringen. Stattdessen wird eine Seitwärtsbewegung mit einer leichten Tendenz nach oben erwartet.

    2.1 Expertenprognosen im Überblick

    Institut/Experte Prognose für 2026 (10-Jahres-Zins) Tendenz
    Dr. Klein 3,1% - 3,7% ↗️ Leicht steigend
    Interhyp 3,2% - 3,8% ↗️ Leicht steigend
    Finanztip 3,3% - 3,7% ↔️ Stabil bis leicht steigend
    Biallo 3,4% - 3,9% ↗️ Leicht steigend
    Deutsche Bank Research 3,5% - 4,0% ↗️ Moderat steigend

    Konsens: Die Zinsen werden sich 2026 voraussichtlich in einem Korridor von 3,1% bis 3,9% bewegen, mit einer leichten Tendenz nach oben im Jahresverlauf.

    2.2 Einflussfaktoren auf die Zinsentwicklung 2026

    Mehrere globale und nationale Faktoren beeinflussen die Zinsentwicklung:

    1. Europäische Zentralbank (EZB) und Leitzins

    • Aktueller Leitzins (Dezember 2025): 3,25%
    • Erwartung 2026: Leichte Senkungen auf 2,75-3,0% möglich
    • Einfluss: Sinkende Leitzinsen könnten die Bauzinsen leicht dämpfen

    Die EZB hat ihre Zinserhöhungen beendet und könnte 2026 erste vorsichtige Senkungen vornehmen, wenn die Inflation weiter zurückgeht.

    2. Inflation

    • Aktuelle Inflation (November 2025): 2,3%
    • Erwartung 2026: 2,0-2,5%
    • Einfluss: Stabile Inflation nahe dem 2%-Ziel der EZB ermöglicht Zinssenkungen

    3. Wirtschaftswachstum

    • BIP-Wachstum Deutschland 2025: +0,5% (schwach)
    • Erwartung 2026: +1,0-1,5% (leichte Erholung)
    • Einfluss: Moderates Wachstum stützt die Zinsen, verhindert aber starke Anstiege

    4. Staatsverschuldung

    • Schuldenstand Deutschland: Ca. 65% des BIP
    • Trend: Leicht steigend durch Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung
    • Einfluss: Höhere Staatsanleihen-Emissionen können die Renditen und damit die Bauzinsen leicht nach oben treiben

    5. Geopolitische Risiken

    • Ukraine-Krieg, Handelskon flikte, Energiepreise
    • Einfluss: Unvorhersehbar, können kurzfristige Schwankungen verursachen

    6. Immobilienmarkt

    • Nachfrage: Leicht steigend nach der Flaute 2023/2024
    • Preise: Stabil bis leicht steigend in Top-Lagen
    • Einfluss: Steigende Nachfrage kann die Zinsen leicht nach oben treiben

    2.3 Szenarien für 2026

    Basisszenario (Wahrscheinlichkeit: 60%)

    • Zinsen bewegen sich seitwärts zwischen 3,2% und 3,7%
    • Leichte Schwankungen im Jahresverlauf
    • Keine dramatischen Änderungen

    Optimistisches Szenario (Wahrscheinlichkeit: 20%)

    • Zinsen fallen auf 2,9% - 3,4%
    • EZB senkt Leitzins stärker als erwartet
    • Wirtschaft schwächelt, Inflation sinkt deutlich

    Pessimistisches Szenario (Wahrscheinlichkeit: 20%)

    • Zinsen steigen auf 3,7% - 4,3%
    • Inflation steigt wieder
    • Geopolitische Krisen verschärfen sich

    2.4 Was bedeutet das für Ihre Entscheidung?

    Kernbotschaft: Es lohnt sich nicht, auf deutlich fallende Zinsen zu spekulieren. Das aktuelle Zinsniveau ist historisch betrachtet attraktiv und finanzierbar.

    Empfehlung:

    • ✅ Wenn Sie eine passende Immobilie gefunden haben: Jetzt finanzieren
    • ✅ Wenn Sie noch suchen: Weiter suchen, aber nicht wegen der Zinsen warten
    • ❌ Auf ein "Zinswunder" warten: Nicht empfehlenswert

    "Die Menschen haben akzeptiert, dass es sich nicht lohnt, auf sinkende Zinsen zu warten. Wer kaufen möchte und kann, sollte es jetzt tun." - Michael Neumann, Dr. Klein

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    Teil 3: Strategien für Ihre optimale Baufinanzierung 2026

    Auch in einem stabilen Zinsumfeld gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Angeboten der Banken. Mit der richtigen Strategie können Sie Tausende von Euro sparen.

    3.1 Strategie 1: Umfassender Zinsvergleich

    Die Zinsunterschiede zwischen Banken können erheblich sein – oft 0,3% bis 0,5%, in Einzelfällen sogar mehr.

    Beispielrechnung:

    Kreditbetrag Zinssatz Monatliche Rate (2% Tilgung) Gesamtzinsen (10 Jahre)
    400.000 € 3,3% 1.767 € 132.040 €
    400.000 € 3,6% 1.867 € 144.040 €
    400.000 € 3,9% 1.967 € 156.040 €

    Ersparnis bei 0,3% niedrigerem Zins: 12.000 € in 10 Jahren! Ersparnis bei 0,6% niedrigerem Zins: 24.000 € in 10 Jahren!

    So vergleichen Sie richtig:

    1. Hausbank: Ihre Sparkasse, Volksbank oder Großbank
    2. Direktbanken: ING, DKB, Comdirect
    3. Bausparkassen: Schwäbisch Hall, Wüstenrot
    4. Finanzierungsvermittler: Interhyp, Dr. Klein, WohnWert24

    Tipp: Ein Finanzierungsvermittler wie WohnWert24 vergleicht für Sie über 500 Banken und findet das beste Angebot – kostenlos und unverbindlich.

    3.2 Strategie 2: Maximales Eigenkapital einbringen

    Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto besser Ihre Konditionen:

    Beispiel bei 400.000 € Kaufpreis:

    Eigenkapital Kreditbetrag Beleihung Zinssatz Ersparnis (10 Jahre)
    0 € (110%) 440.000 € 110% 4,2% -
    40.000 € (100%) 400.000 € 100% 3,9% 13.200 €
    80.000 € (80%) 320.000 € 80% 3,5% 22.400 €
    120.000 € (60%) 280.000 € 70% 3,3% 25.200 €

    Empfehlung: Bringen Sie mindestens 20% Eigenkapital ein, idealerweise 30%.

    3.3 Strategie 3: Lange Zinsbindung wählen

    Bei dem aktuell moderaten Zinsniveau empfiehlt sich eine lange Zinsbindung:

    Vorteile langer Zinsbindung:

    • ✅ Schutz vor steigenden Zinsen
    • ✅ Planungssicherheit für viele Jahre
    • ✅ Nur geringer Zinsaufschlag (0,2-0,4%)

    Vergleich der Zinsbindungen:

    Zinsbindung Zinssatz (Beispiel) Aufschlag Empfehlung
    5 Jahre 3,2% - ❌ Zu kurz, hohes Risiko
    10 Jahre 3,4% +0,2% ⚠️ Standard, aber riskant
    15 Jahre 3,6% +0,4% ✅ Gute Balance
    20 Jahre 3,8% +0,6% ✅ Sehr sicher
    25 Jahre 4,0% +0,8% ✅ Maximale Sicherheit

    Empfehlung für 2026: Wählen Sie mindestens 15 Jahre, besser 20 Jahre Zinsbindung.

    3.4 Strategie 4: Höhere Tilgung wählen

    Eine höhere Anfangstilgung verkürzt die Laufzeit und spart enorme Zinskosten:

    Beispiel bei 400.000 € Kredit zu 3,5%:

    Tilgung Monatliche Rate Laufzeit Gesamtzinsen
    1% 1.500 € 53 Jahre 548.000 €
    2% 1.833 € 36 Jahre 288.880 €
    3% 2.167 € 28 Jahre 205.176 €
    4% 2.500 € 23 Jahre 160.000 €

    Ersparnis bei 3% statt 2% Tilgung: 83.704 € an Zinsen!

    Empfehlung: Wählen Sie eine Anfangstilgung von mindestens 3%, besser 4%, wenn Sie es sich leisten können.

    3.5 Strategie 5: Sondertilgungen vereinbaren

    Sondertilgungen ermöglichen es Ihnen, den Kredit schneller zurückzuzahlen:

    Typische Regelungen:

    • 5% der Kreditsumme pro Jahr kostenlos
    • 10% gegen Aufpreis (ca. 0,1% Zinsaufschlag)

    Wann sind Sondertilgungen sinnvoll?

    • Erwartete Geldzuflüsse (Erbschaft, Bonuszahlungen, Lebensversicherung)
    • Selbstständige mit schwankendem Einkommen
    • Wenn Sie den Kredit schneller abbezahlen möchten

    Beispiel: Bei 400.000 € Kredit können Sie mit 5% Sondertilgung jährlich 20.000 € extra tilgen – das verkürzt die Laufzeit um Jahre!

    3.6 Strategie 6: KfW-Förderung nutzen

    Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Förderkredite, die Sie mit Ihrer Baufinanzierung kombinieren können:

    KfW-Programm 297/298 (Klimafreundlicher Neubau):

    • Bis zu 150.000 € pro Wohneinheit
    • Zinssatz ab 0,01% effektiv (stark subventioniert)
    • Kann mit anderen Krediten kombiniert werden

    Beispiel:

    • Kaufpreis: 400.000 €
    • KfW-Kredit: 150.000 € zu 0,5%
    • Bankkredit: 250.000 € zu 3,5%
    • Durchschnittszins: 2,3% (statt 3,5%)
    • Ersparnis: Ca. 30.000 € in 10 Jahren!

    Mehr zu KfW-Förderungen finden Sie in unserem separaten Ratgeber.

    3.7 Strategie 7: Forward-Darlehen prüfen

    Wenn Ihre Zinsbindung in 1-5 Jahren ausläuft, können Sie sich mit einem Forward-Darlehen die aktuellen Zinsen sichern:

    Funktionsweise:

    • Sie schließen heute einen Vertrag für eine Finanzierung, die erst in 1-5 Jahren beginnt
    • Sie zahlen einen kleinen Aufschlag (ca. 0,01-0,03% pro Monat Vorlaufzeit)
    • Sie sind gegen steigende Zinsen abgesichert

    Beispiel:

    • Aktuelle Restschuld: 300.000 €
    • Zinsbindung läuft in 3 Jahren aus
    • Aktueller Zins: 3,5%
    • Forward-Aufschlag: 0,02% × 36 Monate = 0,72%
    • Forward-Zins: 4,22%

    Lohnt sich nur, wenn Sie mit steigenden Zinsen rechnen!

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    Teil 4: Häufige Fehler vermeiden

    Viele Immobilienkäufer machen bei der Finanzierung teure Fehler. Hier sind die wichtigsten Fallstricke:

    4.1 Fehler 1: Nur auf den Sollzins achten

    Problem: Der Sollzins ist nicht die ganze Wahrheit. Entscheidend ist der effektive Jahreszins, der alle Kosten einschließt.

    Lösung: Vergleichen Sie immer den effektiven Jahreszins, nicht den Sollzins.

    4.2 Fehler 2: Zu kurze Zinsbindung

    Problem: Bei kurzer Zinsbindung (5-10 Jahre) tragen Sie das volle Zinsänderungsrisiko.

    Lösung: Wählen Sie eine Zinsbindung von mindestens 15 Jahren, besser 20 Jahre.

    4.3 Fehler 3: Zu niedrige Tilgung

    Problem: Eine Tilgung von nur 1-2% führt zu extrem langen Laufzeiten (40-50 Jahre) und hohen Gesamtkosten.

    Lösung: Wählen Sie eine Anfangstilgung von mindestens 3%, besser 4%.

    4.4 Fehler 4: Nebenkosten unterschätzen

    Problem: Viele Käufer vergessen die Nebenkosten beim Immobilienkauf (9-15% des Kaufpreises).

    Lösung: Kalkulieren Sie alle Kosten ein: Grunderwerbsteuer, Notar, Makler, Renovierung, Umzug.

    4.5 Fehler 5: Keine Rücklagen

    Problem: Das gesamte Geld fließt in die Rate, es bleiben keine Rücklagen für Reparaturen oder Notfälle.

    Lösung: Halten Sie mindestens 10.000-20.000 € als Notfallreserve zurück.

    4.6 Fehler 6: Fehlende Absicherung

    Problem: Bei Tod oder Berufsunfähigkeit können die Hinterbliebenen die Rate nicht mehr zahlen.

    Lösung: Schließen Sie eine Risikolebensversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab.


    Fazit: 2026 ist ein gutes Jahr für Immobilienkäufer mit Strategie

    Das Jahr 2026 verspricht ein stabiles und berechenbares Umfeld für Immobilienkäufer. Die Zinsen werden sich voraussichtlich in einem schmalen und historisch attraktiven Korridor zwischen 3,1% und 3,9% bewegen. Ein dramatischer Zinsanstieg ist unwahrscheinlich, aber auch deutlich fallende Zinsen sind nicht zu erwarten.

    Wer eine solide Finanzplanung hat, ausreichend Eigenkapital mitbringt und die verschiedenen Angebote sorgfältig vergleicht, kann sich den Traum von der eigenen Immobilie zu guten Konditionen erfüllen. Warten Sie nicht auf ein Zinswunder, sondern nutzen Sie die aktuelle Phase der Stabilität, um Ihr Projekt zu realisieren.

    Die wichtigsten Erfolgsfaktoren:

    • ✅ Umfassender Zinsvergleich (bis zu 0,5% Ersparnis möglich)
    • ✅ Ausreichend Eigenkapital (20-30% ideal)
    • ✅ Lange Zinsbindung (15-20 Jahre)
    • ✅ Hohe Tilgung (3-4%)
    • ✅ KfW-Förderung nutzen
    • ✅ Professionelle Beratung

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    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Wie hoch sind die Bauzinsen aktuell im Dezember 2025?

    Die Bauzinsen für eine 10-jährige Zinsbindung liegen im Dezember 2025 bei 3,3% bis 3,6% für Kreditnehmer mit sehr guter Bonität und einem Beleihungsauslauf von maximal 60-80%. Für 15-jährige Zinsbindungen liegen die Zinsen bei 3,5-3,8%, für 20 Jahre bei 3,7-4,0%. Individuelle Faktoren wie Bonität, Eigenkapital und Immobilienlage können den Zinssatz deutlich beeinflussen.

    Werden die Bauzinsen 2026 steigen oder fallen?

    Experten erwarten für 2026 eine Seitwärtsbewegung mit leichter Aufwärtstendenz. Die Zinsen werden sich voraussichtlich in einem Korridor von 3,1% bis 3,9% bewegen. Ein dramatischer Zinsanstieg oder -verfall ist unwahrscheinlich. Die EZB könnte den Leitzins leicht senken, was die Bauzinsen dämpfen könnte, aber steigende Staatsanleihen-Renditen könnten diesen Effekt kompensieren.

    Lohnt es sich, mit der Finanzierung auf niedrigere Zinsen zu warten?

    Nein, das Warten lohnt sich in der Regel nicht. Die aktuellen Zinsen sind historisch betrachtet moderat und finanzierbar. Die Wahrscheinlichkeit deutlich fallender Zinsen ist gering, während Sie durch das Warten steigende Immobilienpreise riskieren und wertvolle Zeit verlieren. Experten raten: Wenn Sie eine passende Immobilie gefunden haben und die Finanzierung tragbar ist, sollten Sie jetzt kaufen.

    Wie kann ich den besten Zinssatz für meine Baufinanzierung bekommen?

    Um den besten Zinssatz zu erhalten, sollten Sie: Mehrere Angebote vergleichen (Hausbank, Direktbanken, Finanzierungsvermittler), ausreichend Eigenkapital einbringen (20-30% ideal), Ihre Bonität optimieren (SCHUFA-Score prüfen und verbessern), eine wertstabile Immobilie wählen (gute Lage), lange Zinsbindung wählen (15-20 Jahre) und KfW-Förderung nutzen. Ein Finanzierungsvermittler wie WohnWert24 vergleicht über 500 Banken und findet das beste Angebot.

    Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins?

    Der Sollzins (auch Nominalzins) ist der reine Zinssatz für den Kredit, ohne Nebenkosten. Der effektive Jahreszins berücksichtigt alle Kosten der Finanzierung (Bearbeitungsgebühren, Kontoführung, etc.) und ist daher immer höher als der Sollzins. Wichtig: Vergleichen Sie immer den effektiven Jahreszins, nicht den Sollzins, um die wahren Kosten zu erkennen.

    Welche Zinsbindung sollte ich 2026 wählen?

    Bei dem aktuell moderaten Zinsniveau empfehlen Experten eine lange Zinsbindung von 15-20 Jahren, um sich gegen mögliche Zinsanstiege abzusichern. Der Zinsaufschlag für längere Bindungen ist mit 0,2-0,4% pro 5 Jahre relativ gering und bietet dafür maximale Planungssicherheit. Eine Zinsbindung von nur 5-10 Jahren ist riskant, da Sie bei der Anschlussfinanzierung deutlich höhere Zinsen zahlen könnten.

    Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Baufinanzierung?

    Idealerweise sollten Sie 20-30% des Kaufpreises plus die Nebenkosten (9-15%) als Eigenkapital einbringen. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € wären das 80.000-120.000 € Eigenkapital plus 48.000 € für Nebenkosten, also insgesamt 128.000-168.000 €. Mit diesem Eigenkapital erhalten Sie die besten Konditionen. Eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital ist zwar möglich, aber deutlich teurer und riskanter.

    Kann ich KfW-Förderung mit meiner Baufinanzierung kombinieren?

    Ja, KfW-Förderkredite können problemlos mit einer normalen Baufinanzierung kombiniert werden. Die KfW bietet zinsgünstige Kredite (ab 0,01% effektiv) für energieeffiziente Neubauten und Sanierungen. Sie können bis zu 150.000 € KfW-Kredit aufnehmen und den Rest über eine normale Bank finanzieren. Das senkt Ihren durchschnittlichen Zinssatz erheblich. Mehr Details finden Sie in unserem KfW-Ratgeber.


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